StartseiteSeminareBestellungAus dem Inhalt Das ArbeitshandbuchAus dem Inhalt Die drie ApporteSpielerische Grunderziehung für WelpenBuchbesprechungenÜber die Autorin

Aus dem Inhalt Die drie Apporte:

Die drei Apporte

Lernen durch Belohnung

Markieren

Die Freiverlorensuche

Einweisen

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Links

In der Jagdpraxis kann ein Hund das Wild auf drei verschiedene Arten finden: durch Markierung, Verlorensuche oder Einweisen.

Die » Markierung ist ein Apport, bei dem der Hund die Fallstelle des Wildes sehen kann. Er soll sich diese merken und das Wild im Idealfall ohne Hilfestellung des Hundeführers bringen.

Die » Verlorensuche ist ein Apport, bei dem sowohl der Hundeführer als auch der Hund die Fallstelle nicht genau kennt. Der Hund muss durch selbstständiges Suchen das Wild aufspüren. Häufig findet eine Verlorensuche in hohem Bewuchs statt. Auch das Hereinbringen von angeschossenem Wild auf der Wundfährte fällt unter die Verlorensuche, da man nicht weiß, in welche Richtung das Wild geflüchtet ist.

Das » Einweisen ist ein Apport, bei dem der Hundeführer präzise weiß, wo das Wild gefallen ist, der Hund die Fallstelle aber nicht sehen konnte. Durch Einweisen kann er schnell in die unmittelbare Nähe der Fallstelle geschickt werden, sodass eine unnötige Beunruhigung des Reviers verhindert wird.
Bei allen drei genannten Apporten ist die Windrichtung von großer Bedeutung, da ein Hund hauptsächlich mit der Nase arbeitet. Er soll zwar in erster Linie mit den Augen die Fallstelle des Wildes markieren, dieses jedoch letztendlich mit der Nase aufspüren, sobald er Witterung bekommt.
Unter Witterung verstehen wir den Geruch des Wildes, der durch den Wind fortgetragen wird.

Abbildung.: Witterung (Geruch des Wildes), die durch den Wind fortgetragen wird.

Bei den Übungen muss daher immer die Windrichtung beachtet werden. Andernfalls ist der Hund unter Umständen irritiert, mit der Folge, dass Hund und Hundeführer einander nicht verstehen und der Trainingserfolg ausbleibt.

Eine mögliche Reihenfolge, um die drei Apporte zu üben, kann folgendermaßen aussehen: Markierung, Einweisen und als letztes die Freiverlorensuche. Bei einer Markierung und beim Einweisen geht der Hund in gerader Linie in das Fallgebiet. Hierbei schalten wir das Suchen soweit wie möglich aus. Erst wenn der Hund gelernt hat in gerader Linie zu laufen, kann mit der Verlorensuche begonnen werden. Diese Reihenfolge funktioniert gut, wenn für amerikanische Wettkämpfe trainiert wird. Suchenaufgaben kommen dort so gut wie überhaupt nicht vor. In Amerika bestehen die Prüfungen in erster Linie aus Markierungen und Einweisen. Dann aber sind die Aufgaben verglichen mit europäischen Maßstäben außerordentlich schwierig.